Überblick

Der Kompetenzverbund „TransAqua - Transfer von Radionukliden in aquatischen Ökosystemen“ hat zum Ziel, die Abschätzung von Strahlenexpositionen über aquatische Ökosysteme und die damit einhergehende Dosisermittlung für den Menschen zu verbessern. Durch multidisziplinäre Zusammenarbeit sollen die verschiedenen Aspekte des Eintrages, des Transportes und der Ausbreitung von Radionukliden in Oberflächen-, Grund-, Trink- und Abwasser sowie in fluviale oder limnische Sedimente, des Transfers an Grenzflächen in biologisches Material und in die Nahrungskette bis hin zu biokinetischen Stoffwechselmodellen der Radionuklide im Menschen zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden.

Die allgemeinen Ziele des Verbundes sind:

• Abschätzung der Strahlenexposition des Menschen über aquatische Expositionspfade

• Verständnis der hydrogeochemischen und biologischen (mikrobiellen) Prozesse bei der Freisetzung und beim Transport von Radionukliden

• Bewertung der Sensitivität von unterschiedlichen Reservoiren (fluviale Systeme, Grundwasser, Trinkwasser, Abwassersysteme) bzgl. Radionuklideinträgen

• Erstellung von Prognosemodellen für die Radionuklidausbreitung

• Bewertung der gesundheitlichen Risiken und Auswirkungen auf den menschlichen Körper

• Erarbeitung von Strategien zur Expositionsvermeidung/Dekontamination