AP 4.1: Radionuklide in Klärschlamm und Abwasser

Bestimmung und Modellierung der Partitionierung von künstlichen und natürlichen Radionukliden in Klärschlamm und Abwasser

 

Dr. Volker Hormann, Dr. Helmut Fischer

Universität Bremen, Institut für Umweltphysik, AG Terrestrische Umweltphysik, Otto-Hahn-Allee 1, 28359 Bremen

In Klärschlämmen und im Zu- und Ablauf einer Kläranlage sind im Rahmen eines früheren Projekts eine Reihe von künstlichen (131I, 137Cs, 99mTc, 153Sm) und natürlichen (40K, 7Be) Radionukliden gefunden worden. International beschäftigen sich zurzeit nur wenige Arbeitsgruppen mit der Partitionierung dieser Nuklide und den zugrundeliegenden Prozessen im Abwasser. Es bietet sich also an, für eine Teilmenge der Nuklide experimentelle Untersuchungen durchzuführen und mit Hilfe eines chemischen Speziationscodes (z.B. PHREEQC) entsprechende Modelle zu entwickeln. Insbesondere 131I und 137Cs, die nach kerntechnischen Unfällen – wie auch jetzt nach den Vorfällen in Fukushima - als Leitnuklide gammaspektroskopisch gemessen werden, sollen als Tracer benutzt werden, um Stoffflussprozesse innerhalb und außerhalb einer Kläranlage zu untersuchen. Dabei können die unterschiedlichen chemisch-physikalischen Eigenschaften (Iod findet man beispielsweise eher in der organischen Fraktion von Schwebstoffen und Sedimenten, während Caesium besonders fest an Tonminerale gebunden wird) zusätzliche Informationen liefern. Ein solches Modell bietet die Möglichkeit, Eingangsparameter für genauere Berechnungen von Strahlendosen in und im Umfeld von Kläranlagen abzuschätzen.

 

 

 

 

 

 

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