AP 3.1: Biokinetikmodell für Cer


Untersuchungen zur Biokinetik inkorporierter Radionuklide aus aquatischen Ökosystemen zur verbesserten Dosisabschätzung

Dr. Uwe Oeh, Dr. Vera Höllriegl, Dr. Wei Bo Li

Helmholtz Zentrum München, Abteilung Medizinische Strahlenphysik und Diagnostik, Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Neuherberg

Bei Freisetzung radiologisch relevanter Radionuklide in die Umwelt (wie z.B. radioaktive Cer-Isotope) können diese in die Meere, ins Grund- und Trinkwasser gelangen. Der Verzehr von kontaminierten Fischen und Meeresfrüchten und die Aufnahme von belastetem Trinkwasser führen zur Inkorporation der Radionuklide in den menschlichen Körper. Dies kann zu einer Strahlenbelastung der Organe führen. Um diese Strahlenbelastung abzuschätzen, und damit verbunden, die interne Dosis nach Inkorporation von Radionukliden berechnen zu können, bedarf es realistischer biokinetischer Modelle für die jeweiligen Radionuklide. Für viele Radionuklide sind diese Biokinetikmodelle jedoch lediglich anhand von Tierexperimenten entwickelt worden. Ein realistisches Modell für den Menschen kann nur auf der Basis ausreichender experimenteller Humandaten erstellt werden.

Diesbezüglich wurde schon im Rahmen des KVSF-Verbundprojekts „Strahlung und Umwelt“ das Element Cer, aus der Reihe der Lanthanide, in den Fokus gerückt, und durch den Einsatz von stabilen Cer-Isotopen in Probandenstudien konnten erstmals biologische Humanproben (Blut und Urin) gewonnen werden. Auf Grund technischer Probleme bei der Auswertung dieser Proben werden diese nun im Rahmen des aktuellen Teilprojekts erneut, unter Optimierung der Verfahren, aufgearbeitet und die Daten analysiert. Techniken der biokinetischen Modellierung, Unsicherheitsanalyse bis zur Dosisberechnung werden angewendet und weiter entwickelt. Letztendlich kann damit ein realistisches Biokinetikmodell von Cer für den Menschen zur Berechnung der internen Dosis formuliert werden.

 

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