TP 1: Oberflächenwasser

Radionuklide, die z.B. bei Reaktorunfällen oder bei terroristischen Anschlägen frei gesetzt werden können, erreichen letztendlich zeitlich und räumlich variabel direkt oder indirekt die Oberflächengewässer. In diesem Teilprojekt geht es in fünf Arbeitspaketen zum einen um den methodischen Nachweis von Radionukliden in Oberflächengewässern (AP 1.5), zum anderen werden Eintrags-, Transport- und Ausbreitungspfade künstlicher und natürlicher Radionuklide in fluvialen Systemen (AP 1.1, 1.3) sowie für den Übergangspfad vom Schnee ins Schmelzwasser (AP 1.2) und für limnische Ökosysteme (AP 1.4) charakterisiert. Neben Untersuchungen und Bilanzierungen an Wasserproben finden auch Analysen der Gewässersubstrate sowie der Kontamination von Wasserpflanzen und Fischen statt. Die Ergebnisse helfen, Prozesse der fluvialen Dynamik an sich besser zu verstehen. Mit Hilfe von Prognosemodellen zur Radionuklidausbreitung sollen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und Dekontamination abgeleitet werden.