AP 1.2: Radionuklide in Schnee und Schmelzwasser


Transport von Radionukliden von einem Schneefeld in Vorfluter: Bilanzierung am Beispiel des Reintals, Zugspitze

Dr. Kerstin Hürkamp, Dr. Josef Irlinger, Dr. Jochen Tschiersch

Helmholtz Zentrum München, Institut für Strahlenschutz, AG Experimentelle Radioökologie, Ingolstädter Landstraße 1, 85764 Neuherberg

Bisherige Untersuchungen der Deposition von natürlichen und künstlichen Radionukliden mit und auf Schnee haben gezeigt, dass in akkumuliertem Schnee eine kontaminationsrelevante Menge an Stoffen (z.B. Radionuklide) enthalten sein kann. Einerseits ist die nasse Deposition durch Schnee besonders effektiv, zum anderen werden auch die bei der trockenen Deposition akkumulierten Stoffe in der Schneeauflage festgehalten. Durch Sublimation und Schmelzperioden erfolgt im Laufe der Zeit eine weitere Aufkonzentration. Im Frühjahr zur Schneeschmelze wird diese Stofffracht rasch bis teilweise zeitlich punktuell mit dem Schmelzwasser freigesetzt. Sie gelangt oft, v.a. im alpinen Hochgebirge, ohne Filterung durch Böden oder Sedimente direkt in die aquatischen Ökosysteme wie Vorfluter, Oberflächengewässer, die evtl. auch als Trinkwasserreservoire genutzt werden können. Letztendlich können somit das Trinkwasser und dadurch der Mensch direkt betroffen sein. Dieser Kontaminationspfad für Wässer soll am Beispiel Radionuklide studiert und für das Einzugsgebiet des Reintals unterhalb des Zugspitzplatts bilanziert werden. Dazu wird der Eintrag, Transport und Verbleib der Radionuklide in die alpinen aquatischen Ökosysteme quantifiziert. Mit Hilfe von Tracerexperimenten mit Schneesäulen im Labor werden Migrationspfade, -raten und Retentionszeiten bestimmt, um Vorhersagen für umfangreichere Kontamination sowie Strategien zur Dekontamination und Minderung der Radionuklidbelastung zu entwickeln.

 

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